31.12.2012: Silvesterlauf TG Weilbach
Start und Ziel sind auf dem Feldweg neben dem Vereinsgelänge, der gleichzeitig als Zu- und Abfahrt genutzt wird. Wer auf dem Vereinsgelände geparkt hat, musste bis Zielschluss warten, um Heimzufahren.
Die Laufstrecke geht von Weilbach aus durch die renaturierten Weilbacher Kiesgruben und den Regionalpark bis nach Hattersheim, durch das Wasserwerkswäldchen zurück nach Weilbach. Für die Läufer gibt es eine Schleife, die 2-mal zu durchlaufen ist. Die Walker haben ohne Schleife dann nur 8 km.


Schließlich erreicht man etwa bei km 39 die Moräne, nichts für schwache Nerven. Ich habe mich nicht immer getraut, den Blick vom Pfad zu nehmen, weil es an manchen Stellen rechts und links steil nach unten geht. Da habe ich - im Gegensatz zu den Einheimischen - schon Verständnis für die Frage, ob da auch Fangnetze für strauchelnde Läufer vorhanden seien. Aber irgendwann erreicht man bei km 41 den höchsten Punkt und hört und/oder sieht den berühmten Dudelsackpfeifer. Von da an geht es nur noch bergab, vorbei an einem kleinen Stausee (in dem Unerschrockene ein Bad zur Abkühlung nahmen) zum Ziel in 2100m Höhe. Man hört die Alphörner, sieht die Fahnenschwinger und weiß, es ist geschafft. Ich war mit 5:16:23 Std. als 728er von den rund 4000 Starterinnen und Startern relativ früh im Ziel. Zu meiner Überaschung reichte die Zeit noch zum 3.Platz. Ich hatte es geschafft in die Phalanx von fünf Schweizern, die Ihren Heimvorteil zu Nutzen wussten, einzubrechen. Erst dann kamen die anderen Nationen.
msache. Es galt sich zu quälen und so schnell wie möglich und vor allem durchzulaufen. Jede Wasserstelle wurde genutzt und von anfangs etwas über 6 Min. je Kilometer kam ich bis auf 5 Min runter. D.h. ich wurde zunehmend schneller. Das war wohl psychisch bedingt, denn immer mehr Leute sind gegangen oder langsam gelaufen. So konnte ich immer mehr einsammeln und kam mit einer Laufzeit von 55:43 Min und insgesamt 3:12:46 Std. ins Ziel.
Zur Startzeit herrschte eine Lufttemperatur von 22°C, Wassertemperatur in Ufernähe 27°, draußen immer noch fast 26°. Ich hatte mir vorgenommen, es langsam angehen zu lassen. Während der Vorbereitung hatte ich hauptsächlich Neoschwimmen trainiert, weil in der 13jährigen Vorgeschichte des IM Austria immer mit Neo geschwommen wurde und keiner damit rechnete, dass der Wörthersee zur größten Badewanne Österreichs werden könnte.
Auch bei der Siegerehrung am Montag war noch mal die Hölle los. Mit meiner miesen Leistung hatte ich mir ja noch den 2. Platz in der M-70 erkämpft. Die älteste Finisherin, Valerie Gonzales, F-65, und ich wurden nochmals gesondert auf das Podium gerufen und erhielten Standing Ovations. Wildfremde Leute wollten mit mir fotografiert werden.